Unterhalb der A6, nahe der Kanderbrücke am Zwieselberg, steht ein Bauwerk, das im Alltag kaum sichtbar ist und genau darin liegt seine Stärke. Die Strassenabwasser-Behandlungsanlage (SABA) Zwieselberg ist Teil des Grossprojekts ARGE Niesen im Rahmen der Erneuerung der A6 zwischen Thun-Süd und Spiez/Wimmis. Neben der Anlage selbst wurden in diesem Abschnitt auch diverse Kunstbauten instandgesetzt. Für baumat bedeutete das: rund 600 Tonnen Armierungsstahl, davon 7 Tonnen Schraubarmierung, geliefert mit der baumat-eigenen LKW-Flotte.
Die SABA Zwieselberg ist als technische, raumsparende Strassenabwasser-Behandlungsanlage konzipiert. Das Bauwerk verbindet Umwelttechnik mit anspruchsvollem Massivbau: 1’400 m³ Konstruktionsbeton, bis 8 m hohe Betonwände und Betonieretappen von bis zu 75 m³ zeigen, wie viel Arbeitsleistung in dieser unsichtbaren Infrastruktur steckt.

Im Gesamtprojekt ARGE Niesen lieferte baumat rund 600 Tonnen Armierungsstahl, 180 Tonnen alleine für die SABA Zwieselberg. Die Menge zeigt die Dimension des Auftrags – und die Verantwortung, die mit jeder einzelnen Position verbunden war. Armierung bleibt später verborgen. Doch sie gibt Betonbauwerken ihre Tragfähigkeit, Dauerhaftigkeit und Sicherheit. Gerade bei Infrastrukturbauten wie Strassenabwasser-Behandlungsanlagen, Brücken, Stützmauern oder weiteren Kunstbauten zählte jedes Detail: Material, Zuschnitt, Biegeform, Reihenfolge und Zeitpunkt mussten exakt zusammenpassen.
Ein besonderes Augenmerk lag auf der Schraubarmierung. Insgesamt lieferte baumat rund 7 Tonnen Schraubarmierung. Sie kam dort zum Einsatz, wo kraftschlüssige Verbindungen, präzise Anschlüsse und ein effizienter Bauablauf besonders wichtig waren. Schraubarmierungen ermöglichen es, Armierungsstäbe mechanisch miteinander zu verbinden. Das reduziert Übergreifungslängen, schafft Ordnung in stark armierten Bauteilen und unterstützt eine saubere Ausführung auf engem Raum.

Die Materialversorgung erfolgte in rund 90 Anlieferungen mit der baumat-eigenen LKW-Flotte. Damit der Armierungsstahl dort ankam, wo er gebraucht wurde, stimmten wir Produktion, Disposition und Transport eng auf die Bauetappen ab. Bei Projekten dieser Grössenordnung entscheidet nicht nur die Menge. Entscheidend ist, dass die richtigen Positionen zur richtigen Zeit verfügbar sind – ohne unnötige Umlagerungen, überfüllte Umschlagplätze oder Verzögerungen im Bauablauf. Genau hier zeigte sich der Wert einer Logistik, die Baustellenrealität versteht.
«Der Platz direkt bei der SABA Zwieselberg war stark begrenzt. Deshalb war es für uns entscheidend, dass baumat die Eisenlisten exakt auf unsere Bauetappen abstimmte – teilweise mit Kleinstlieferungen von nur wenigen Tonnen. Die verlässliche Anlieferung, präzise gefertigte Armierungen und klar gebündelte Lieferungen halfen uns, den Bauablauf effizient zu halten.
Als Polier und Bauführer planten wir die Armierungsbestellungen vorausschauend und reagierten frühzeitig auf den Baufortschritt. Im engen Austausch mit baumat konnten wir sicherstellen, dass auch kleinere Lieferungen genau dann auf der Baustelle bereitstanden, wenn sie gebraucht wurden. Dieses Zusammenspiel hat sehr gut funktioniert.»
Matthias Reber, Bauführer / Lukas Kohler, Polier
Die SABA Zwieselberg steht beispielhaft für moderne Infrastruktur: technisch anspruchsvoll, ökologisch relevant und in ein übergeordnetes Erneuerungsprojekt eingebettet. Für baumat war das Projekt mehr als eine Materiallieferung. Es war ein Zusammenspiel aus Baustahlkompetenz, Lieferfähigkeit und partnerschaftlicher Abstimmung mit den ausführenden Unternehmen.